Bettina von Oertzen • 8. August 2016
Na dann Prost!

Bei diesen hohen Temperaturen macht es richtig Spaß, den Tag bei Bier oder Wein ausklingen zu lassen. Man sitzt im Biergarten oder in der kühlen Weinstube zusammen und genießt die entspannte Atmosphäre.
In vergnügter Runde wird mit den Freunden gerne angestoßen. Manchmal ergibt sich dabei auch das ungezwungene Du mit dem noch nicht so vertrauten Tischnachbarn. So kommt man sich näher und kann trotzdem einen gewissen Abstand bewahren.
Das Gläserklingen unterstreicht die heitere Stimmung. Der Weinkelch ergibt einen hellen Klang. Der Boden des Bierglases klingt schön voll und dumpf.
Ein lockerer Trinkspruch oder ein freudiges "Prost" muntern noch zusätzlich auf.
Bei offiziellen Anlässen ist Anstoßen jedoch nicht angebracht, und mit dem Champagnerglas sollte man überhaupt nicht anstoßen.
Stattdessen hebt man das Glas vor sich (maximal bis Augenhöhe) und nickt seinem Gegenüber kurz zu, bevor man den ersten Schluck trinkt.
Auch wenn es auf den ersten Blick für manchen etwas verwirrend aussehen mag, eigentlich ist es ganz einfach. Grundsätzliche Regel : Messer und Löffel rechts, Gabeln links. Das Besteck wird von außen nach innen benutzt, d.h. beim ersten Gang fängt man mit den äußersten Besteckteilen an und macht dann in der Reihenfolge in Richtung zum Teller weiter. Löffel und Messer liegen rechts vom Teller, Gabeln links, und so werden sie auch benutzt, Löffel und Messer nimmt man in die rechte Hand, Gabeln in die linke. Das Dessert-Besteck liegt quer oberhalb des Tellers. Der Löffel zeigt dabei nach links, die Gabel nach rechts. Den Teelöffel nimmt man in die rechte Hand, die Kuchengabel in die linke. Es spielt keine Rolle, ob man Rechtshänder oder Linkshänder ist. Die Regel gilt für alle gleichermaßen. Und noch eine Regel : Besteck, das einmal mit Essen in Berührung gekommen ist, sollte nicht mehr auf dem Tisch abgelegt und auch nicht am Tellerrand abgestützt werden. Wenn man eine Pause macht, aber danach weiteressen möchte, legt man das Besteck gekreuzt oder im Dreieick auf dem Teller ab, Spitzen nach oben. Erst wenn man mit Essen fertig ist, legt man das Besteck diagonal auf dem Teller ab, Griffe rechts, Spitzen links. Es kann helfen, wenn man sich eine Uhr vorstellt und die Besteckteile zwischen der 10 und der 4 ablegt.

Es geht auch anders!. Nachdem sich die ersten Gäste bedient haben, sieht der Butterteller oft so schmudelig aus, dass einem beim bloßen Anblick schon der Appetit vergeht.. Das kann man vermeiden, wenn man sich nur etwas Mühe gibt. Man soltle sich nichts abschaben und auch nicht kreuz und quer abschneiden , sondern eine Portion von der schmalen Seite her gerade abschneiden. Dann sieht die Butter immer appetitlich aus.



