Bettina von Oertzen • 26. März 2021
Wiedersehen macht Freude!
Jeder von uns war schon einmal in einer ähnlichen Lage.
Kurz vor dem Dunkelwerden will man noch schnell die vertrocknete Eibe ausgraben. Der Spaten biegt sich durch, jetzt müsste man eine robuste Spitzhacke haben.
Oder man hat am Sonntagmorgen spontan Lust, einen Gugelhupf zu backen und die Eier reichen nicht.
Ein anderes Mal fehlt die Grillzange für das BBQ, oder man bräuchte ein spannendes Vorlesebuch für das verregnete Wochenende.
Man kann nicht für alle Lebenslagen alle notwendigen Utensilien vorrätig haben. Also leiht man sich gelegentlich mal etwas vom netten Nachbarn aus.
Ausgeliehen ist schnell, aber wie ist es mit zurückgeben?
Ausgeliehenes sollte man so bald wie möglich zurückbringen und zwar in gutem, sauberem Zustand. Das ist für viele nicht selbstverständlich, aber es gehört zum guten Stil!
Auch wenn es auf den ersten Blick für manchen etwas verwirrend aussehen mag, eigentlich ist es ganz einfach. Grundsätzliche Regel : Messer und Löffel rechts, Gabeln links. Das Besteck wird von außen nach innen benutzt, d.h. beim ersten Gang fängt man mit den äußersten Besteckteilen an und macht dann in der Reihenfolge in Richtung zum Teller weiter. Löffel und Messer liegen rechts vom Teller, Gabeln links, und so werden sie auch benutzt, Löffel und Messer nimmt man in die rechte Hand, Gabeln in die linke. Das Dessert-Besteck liegt quer oberhalb des Tellers. Der Löffel zeigt dabei nach links, die Gabel nach rechts. Den Teelöffel nimmt man in die rechte Hand, die Kuchengabel in die linke. Es spielt keine Rolle, ob man Rechtshänder oder Linkshänder ist. Die Regel gilt für alle gleichermaßen. Und noch eine Regel : Besteck, das einmal mit Essen in Berührung gekommen ist, sollte nicht mehr auf dem Tisch abgelegt und auch nicht am Tellerrand abgestützt werden. Wenn man eine Pause macht, aber danach weiteressen möchte, legt man das Besteck gekreuzt oder im Dreieick auf dem Teller ab, Spitzen nach oben. Erst wenn man mit Essen fertig ist, legt man das Besteck diagonal auf dem Teller ab, Griffe rechts, Spitzen links. Es kann helfen, wenn man sich eine Uhr vorstellt und die Besteckteile zwischen der 10 und der 4 ablegt.

Es geht auch anders!. Nachdem sich die ersten Gäste bedient haben, sieht der Butterteller oft so schmudelig aus, dass einem beim bloßen Anblick schon der Appetit vergeht.. Das kann man vermeiden, wenn man sich nur etwas Mühe gibt. Man soltle sich nichts abschaben und auch nicht kreuz und quer abschneiden , sondern eine Portion von der schmalen Seite her gerade abschneiden. Dann sieht die Butter immer appetitlich aus.




