Bettina von Oertzen • 31. Juli 2020
Unverbesserliche Handy-Nutzer

Kürzlich im Ruhewagen der Deutschen Bahn auf dem Weg nach Hamburg saß einige Reihen vor mir eine Gruppe, die sich offensichtlich zu einem fröhlichen Männer-Ausflug getroffen hatte.
Trotz zahlreicher Hinweisschilder unterhielten sich die drei Freunde lautstark über Gott und die Welt, über Fußball, Autos und Camping.
Dann klingelte ein Handy. Der Angerufene meldete sich, gab ein paar belanglose Sätze von sich und fertigte den Anrufer dann in harschen Worten ab. Er sagte, er könne jetzt nicht telefonieren, er sei gerade mit seinen Kumpels im Zug.
Schließlich machte ein anderer Passagier die heitere Runde darauf aufmerksam, dass sie sich in einem Ruhewagen befänden und bitte leise sein sollten. Für eine knappe halbe Stunde erstarb die Unterhaltung, dann klingelte das nächste Handy ….
Anscheinend wussten die Leute nicht, dass man nicht jeden Anruf auf dem Handy annehmen muss. Man kann das Gerät auf lautlos stellen und später zurückrufen.
Dann stört man sein Umfeld nicht, und man muss einen ahnungslosen Anrufer nicht brüskieren.
Auch wenn es auf den ersten Blick für manchen etwas verwirrend aussehen mag, eigentlich ist es ganz einfach. Grundsätzliche Regel : Messer und Löffel rechts, Gabeln links. Das Besteck wird von außen nach innen benutzt, d.h. beim ersten Gang fängt man mit den äußersten Besteckteilen an und macht dann in der Reihenfolge in Richtung zum Teller weiter. Löffel und Messer liegen rechts vom Teller, Gabeln links, und so werden sie auch benutzt, Löffel und Messer nimmt man in die rechte Hand, Gabeln in die linke. Das Dessert-Besteck liegt quer oberhalb des Tellers. Der Löffel zeigt dabei nach links, die Gabel nach rechts. Den Teelöffel nimmt man in die rechte Hand, die Kuchengabel in die linke. Es spielt keine Rolle, ob man Rechtshänder oder Linkshänder ist. Die Regel gilt für alle gleichermaßen. Und noch eine Regel : Besteck, das einmal mit Essen in Berührung gekommen ist, sollte nicht mehr auf dem Tisch abgelegt und auch nicht am Tellerrand abgestützt werden. Wenn man eine Pause macht, aber danach weiteressen möchte, legt man das Besteck gekreuzt oder im Dreieick auf dem Teller ab, Spitzen nach oben. Erst wenn man mit Essen fertig ist, legt man das Besteck diagonal auf dem Teller ab, Griffe rechts, Spitzen links. Es kann helfen, wenn man sich eine Uhr vorstellt und die Besteckteile zwischen der 10 und der 4 ablegt.

Es geht auch anders!. Nachdem sich die ersten Gäste bedient haben, sieht der Butterteller oft so schmudelig aus, dass einem beim bloßen Anblick schon der Appetit vergeht.. Das kann man vermeiden, wenn man sich nur etwas Mühe gibt. Man soltle sich nichts abschaben und auch nicht kreuz und quer abschneiden , sondern eine Portion von der schmalen Seite her gerade abschneiden. Dann sieht die Butter immer appetitlich aus.



