Bettina von Oertzen • 16. Mai 2019
Smalltalk
Kontroverses Debattieren macht Spaß und regt den Geist an, passt aber nicht zu einem gemütlichen Beisammensein. Wenn sich die einzelnen Personen nicht sonderlich gut kennen, können gewisse Themen die Harmonie sogar ganz empfindlich stören.
Bei unseren Großeltern waren Religion und Politik tabu. Heute kann man schon unangenehm auffallen, wenn man sich allzu schwärmerisch über eine bestimmte Fußballmannschaft auslässt. Auch bei Krankheiten und bei sozialen Themen sollte man aufpassen.
Kürzlich habe ich erlebt, wie eine einzelne Dame eine ganze Kaffeegesellschaft zu peinlichem Schweigen brachte, indem sie sich negativ über gewisse Lebensgemeinschaften ausließ. Sie wusste offensichtlich nicht, dass die Tochter der Gastgeberin seit Jahren in einer lesbischen Beziehung lebt.
Auch Kritik an bestimmten Berufsgruppen oder missionarische Verfechtung alternativer Lebensweisen kann Anwesende brüskieren. Wenn man die Anderen nicht wirklich gut kennt, ist Vorsicht geboten.
Es gibt eine Menge anderer Gesprächsthemen, nicht nur das Wetter.
Auch wenn es auf den ersten Blick für manchen etwas verwirrend aussehen mag, eigentlich ist es ganz einfach. Grundsätzliche Regel : Messer und Löffel rechts, Gabeln links. Das Besteck wird von außen nach innen benutzt, d.h. beim ersten Gang fängt man mit den äußersten Besteckteilen an und macht dann in der Reihenfolge in Richtung zum Teller weiter. Löffel und Messer liegen rechts vom Teller, Gabeln links, und so werden sie auch benutzt, Löffel und Messer nimmt man in die rechte Hand, Gabeln in die linke. Das Dessert-Besteck liegt quer oberhalb des Tellers. Der Löffel zeigt dabei nach links, die Gabel nach rechts. Den Teelöffel nimmt man in die rechte Hand, die Kuchengabel in die linke. Es spielt keine Rolle, ob man Rechtshänder oder Linkshänder ist. Die Regel gilt für alle gleichermaßen. Und noch eine Regel : Besteck, das einmal mit Essen in Berührung gekommen ist, sollte nicht mehr auf dem Tisch abgelegt und auch nicht am Tellerrand abgestützt werden. Wenn man eine Pause macht, aber danach weiteressen möchte, legt man das Besteck gekreuzt oder im Dreieick auf dem Teller ab, Spitzen nach oben. Erst wenn man mit Essen fertig ist, legt man das Besteck diagonal auf dem Teller ab, Griffe rechts, Spitzen links. Es kann helfen, wenn man sich eine Uhr vorstellt und die Besteckteile zwischen der 10 und der 4 ablegt.

Es geht auch anders!. Nachdem sich die ersten Gäste bedient haben, sieht der Butterteller oft so schmudelig aus, dass einem beim bloßen Anblick schon der Appetit vergeht.. Das kann man vermeiden, wenn man sich nur etwas Mühe gibt. Man soltle sich nichts abschaben und auch nicht kreuz und quer abschneiden , sondern eine Portion von der schmalen Seite her gerade abschneiden. Dann sieht die Butter immer appetitlich aus.




