Bettina von Oertzen • 13. Juli 2017
Du oder Sie
Wenn ich mich nur mit dem Vornamen vorstelle, gebe ich meinem Gegenüber damit zu verstehen, dass ich geduzt werden möchte. Es heißt aber noch nicht, dass ich ihn auch duzen darf.
Normalerweise geht es heute viel lockerer zu als früher. Unter gleichaltrigen jungen Leuten duzt man sich automatisch, und dabei gibt es praktisch keine gesellschaftlichen Schranken. Da duzt der Verkäufer den Kunden und der Gast duzt den Kellner. Für Menschen jenseits der 50 ist das etwas gewöhnungsbedürftig.
In vielen Berufszweigen gehört das vertrauliche Du unter Kollegen heute zum Alltag. Selbst im Krankenhaus, wo eine klare Hierarchie herrscht, bildet häufig nur noch der Chefarzt eine Ausnahme. Alle anderen sprechen sich mit Vornamen und Du an.
Die weibliche Stimme im Call-Center des Online-Shops spricht den Anrufer ebenso mit dem vertraulichen Du an wie der Mitarbeiter beim Pizza Lieferservice. Der Rentner am anderen Ende der Leitung empfindet das möglicherweise als respektlos, .... wenn er es nicht als Kompliment für seine jugendliche Stimme interpretiert.
Andererseits gibt es auch heute noch Domänen, wo es traditionell förmlicher zugeht. Im Bereich der gehobenen Hotellerie und der Edel-Gastronomie zum Beispiel wird viel Wert gelegt auf die korrekte Anrede, genauso wie in gewissen etablierten Firmen und Dienstleistungsbetrieben. Man denke an Nobelkarossen oder Schmuck.
Glücklicherweise sind Smartphones und Tablets längst nicht mehr nur den Jungen vorbehalten, und so schaut auch Oma gelegentlich im Apple Store vorbei. Das bedeutet aber nicht, dass sie dort genauso angesprochen werden will wie der coole Teenager.
Das Zauberwort heißt Differenzierung!
Auch wenn es auf den ersten Blick für manchen etwas verwirrend aussehen mag, eigentlich ist es ganz einfach. Grundsätzliche Regel : Messer und Löffel rechts, Gabeln links. Das Besteck wird von außen nach innen benutzt, d.h. beim ersten Gang fängt man mit den äußersten Besteckteilen an und macht dann in der Reihenfolge in Richtung zum Teller weiter. Löffel und Messer liegen rechts vom Teller, Gabeln links, und so werden sie auch benutzt, Löffel und Messer nimmt man in die rechte Hand, Gabeln in die linke. Das Dessert-Besteck liegt quer oberhalb des Tellers. Der Löffel zeigt dabei nach links, die Gabel nach rechts. Den Teelöffel nimmt man in die rechte Hand, die Kuchengabel in die linke. Es spielt keine Rolle, ob man Rechtshänder oder Linkshänder ist. Die Regel gilt für alle gleichermaßen. Und noch eine Regel : Besteck, das einmal mit Essen in Berührung gekommen ist, sollte nicht mehr auf dem Tisch abgelegt und auch nicht am Tellerrand abgestützt werden. Wenn man eine Pause macht, aber danach weiteressen möchte, legt man das Besteck gekreuzt oder im Dreieick auf dem Teller ab, Spitzen nach oben. Erst wenn man mit Essen fertig ist, legt man das Besteck diagonal auf dem Teller ab, Griffe rechts, Spitzen links. Es kann helfen, wenn man sich eine Uhr vorstellt und die Besteckteile zwischen der 10 und der 4 ablegt.

Es geht auch anders!. Nachdem sich die ersten Gäste bedient haben, sieht der Butterteller oft so schmudelig aus, dass einem beim bloßen Anblick schon der Appetit vergeht.. Das kann man vermeiden, wenn man sich nur etwas Mühe gibt. Man soltle sich nichts abschaben und auch nicht kreuz und quer abschneiden , sondern eine Portion von der schmalen Seite her gerade abschneiden. Dann sieht die Butter immer appetitlich aus.




