Bettina von Oertzen • 20. Februar 2014
Die Smokingjacke bleibt an
Nicht nur die Faschingszeit, auch die Ballsaison ist in vollem Gange, und auch hier dreht sich alles um das passende Outfit.
Bei der Abendgarderobe sind die Herren der Schöpfung mal wieder besser dran als wir Frauen. Haben sie einmal in einen klassischen schwarzen Smoking investiert, ist das Thema für Jahre erledigt, wenn nicht für Jahrzehnte. Es ist höchstens zwischendurch ein neues Hemd oder eine andere Fliege fällig.
Ansonsten ist der Herr bei einem festlichen Abendevent im schwarzen Smoking immer passend angezogen, wenn er denn einige Grundregeln beachtet:
Die Hemdärmel sollen etwas länger sein als die Jackenärmel, damit die Manchette auch bei gebeugtem Ellbogen hervorguckt
.
Zum Smoking trägt man schwarze Kniestrümpfe. Kurze Socken sind ein absolutes No-Go.
Klassischerweise gehören zum Smoking schlichte schwarze Lackschuhe. Wer sich dafür nicht begeistern kann, sollte zumindest glatte schwarze Schuhe tragen, weder Budapester noch ähnlich sportliches Schuhwerk.
Beim "Kummerbund" gehen die Meinungen auseinander. Das ist Geschmackssache, oder eine Frage der Figur. Trägt der Herr eine Weste, fällt die Schärpe ohnehin weg.
Sinnvoll sind auch Hosenträger, damit die Hose gut sitzt.
Aber egal ob mit oder ohne Weste, die Smoking-Jacke bleibt den ganzen Abend an, auch wenn es beim Tanzen mal ein bisschen heißer zugeht.
Auch wenn es auf den ersten Blick für manchen etwas verwirrend aussehen mag, eigentlich ist es ganz einfach. Grundsätzliche Regel : Messer und Löffel rechts, Gabeln links. Das Besteck wird von außen nach innen benutzt, d.h. beim ersten Gang fängt man mit den äußersten Besteckteilen an und macht dann in der Reihenfolge in Richtung zum Teller weiter. Löffel und Messer liegen rechts vom Teller, Gabeln links, und so werden sie auch benutzt, Löffel und Messer nimmt man in die rechte Hand, Gabeln in die linke. Das Dessert-Besteck liegt quer oberhalb des Tellers. Der Löffel zeigt dabei nach links, die Gabel nach rechts. Den Teelöffel nimmt man in die rechte Hand, die Kuchengabel in die linke. Es spielt keine Rolle, ob man Rechtshänder oder Linkshänder ist. Die Regel gilt für alle gleichermaßen. Und noch eine Regel : Besteck, das einmal mit Essen in Berührung gekommen ist, sollte nicht mehr auf dem Tisch abgelegt und auch nicht am Tellerrand abgestützt werden. Wenn man eine Pause macht, aber danach weiteressen möchte, legt man das Besteck gekreuzt oder im Dreieick auf dem Teller ab, Spitzen nach oben. Erst wenn man mit Essen fertig ist, legt man das Besteck diagonal auf dem Teller ab, Griffe rechts, Spitzen links. Es kann helfen, wenn man sich eine Uhr vorstellt und die Besteckteile zwischen der 10 und der 4 ablegt.

Es geht auch anders!. Nachdem sich die ersten Gäste bedient haben, sieht der Butterteller oft so schmudelig aus, dass einem beim bloßen Anblick schon der Appetit vergeht.. Das kann man vermeiden, wenn man sich nur etwas Mühe gibt. Man soltle sich nichts abschaben und auch nicht kreuz und quer abschneiden , sondern eine Portion von der schmalen Seite her gerade abschneiden. Dann sieht die Butter immer appetitlich aus.




