Bettina von Oertzen • 12. März 2020
Etikette in den Zeiten von Corona
Was sonst als Affront gilt, ist in der derzeitigen Situation durchaus erlaubt. Man darf die zum Gruß ausgestreckte Hand ignorieren, ohne unhöflich zu wirken.
Der Handschlag ist eine nette Geste, die normalerweise zu unserer Kultur gehört. Wegen der Ansteckungsgefahr sollte man aber darauf verzichten.
Selbst im Bundeskabinett fällt der Handschlag dieser Tage aus. Wie man hört, wurden für die Minister „neue Benimm-Regeln“ eingeführt..
Trotz allem kommt es vor, dass einem ein freundlicher Mitmensch zur Begrüßung die Hand entgegenstreckt.
Wie verhält man sich in diesem Fall?
Normalerweise sollte man eine ausgestreckte Hand ergreifen, um den anderen nicht zu brüskieren. In diesen Zeiten muss aber jeder Verständnis haben, wenn man den Handschlag ablehnt.
Das kann man mit einem entschuldigenden Lächeln tun, mit einem leichten Schulterzucken oder mit einem kurzen Kommentar.
… und natürlich sollte man seinen Mitmenschen auch nicht zu nah „auf die Pelle rücken“, nicht in normalen Zeiten und schon gar nicht bei Virus-Gefahr.
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Auch wenn es auf den ersten Blick für manchen etwas verwirrend aussehen mag, eigentlich ist es ganz einfach. Grundsätzliche Regel : Messer und Löffel rechts, Gabeln links. Das Besteck wird von außen nach innen benutzt, d.h. beim ersten Gang fängt man mit den äußersten Besteckteilen an und macht dann in der Reihenfolge in Richtung zum Teller weiter. Löffel und Messer liegen rechts vom Teller, Gabeln links, und so werden sie auch benutzt, Löffel und Messer nimmt man in die rechte Hand, Gabeln in die linke. Das Dessert-Besteck liegt quer oberhalb des Tellers. Der Löffel zeigt dabei nach links, die Gabel nach rechts. Den Teelöffel nimmt man in die rechte Hand, die Kuchengabel in die linke. Es spielt keine Rolle, ob man Rechtshänder oder Linkshänder ist. Die Regel gilt für alle gleichermaßen. Und noch eine Regel : Besteck, das einmal mit Essen in Berührung gekommen ist, sollte nicht mehr auf dem Tisch abgelegt und auch nicht am Tellerrand abgestützt werden. Wenn man eine Pause macht, aber danach weiteressen möchte, legt man das Besteck gekreuzt oder im Dreieick auf dem Teller ab, Spitzen nach oben. Erst wenn man mit Essen fertig ist, legt man das Besteck diagonal auf dem Teller ab, Griffe rechts, Spitzen links. Es kann helfen, wenn man sich eine Uhr vorstellt und die Besteckteile zwischen der 10 und der 4 ablegt.

Es geht auch anders!. Nachdem sich die ersten Gäste bedient haben, sieht der Butterteller oft so schmudelig aus, dass einem beim bloßen Anblick schon der Appetit vergeht.. Das kann man vermeiden, wenn man sich nur etwas Mühe gibt. Man soltle sich nichts abschaben und auch nicht kreuz und quer abschneiden , sondern eine Portion von der schmalen Seite her gerade abschneiden. Dann sieht die Butter immer appetitlich aus.




